Energiespartipps für Ihr Zuhause

Vergleichen, Potenzial erkennen, sparen

Es gibt viele Gründe, Strom zu sparen: Sie entlasten Ihr Konto, schützen das Klima und müssen dabei nicht auf Komfort verzichten. Bevor Sie jedoch mit dem Stromsparen beginnen, sollten Sie sich die Frage beantworten: Wie hoch ist eigentlich mein Stromverbrauch und wie hoch ist er im Vergleich zu anderen Haushalten? Ein Vergleich mit dem Stromspiegel in Deutschland hilft Ihnen genau diese Fragen zu beantworten.

Grafik Verbrauch pro Haushalt im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.jpg

  1. Nehmen Sie Ihre aktuelle Stromrechnung zur Hand. Dort finden Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch.
  2. Suchen Sie in der Vergleichstabelle die für Sie passende Zeile je nach Gebäudeart und Personenzahl.
  3. Vergleichen Sie den Wert auf Ihrer Stromrechnung mit dem im Stromspiegel.


Jetzt wissen Sie, wie hoch ihr persönlicher Stromverbrauch ist und ob Sie mehr oder weniger Strom verbrauchen als ähnliche Haushalte. Die Tipps und Tricks der Stadtwerke Stuttgart helfen Ihren Energieverbrauch zu reduzieren und zeigen, welche Einsparpotentiale damit verbunden sind. Denn nur wer das weiß, kann effektiv Strom sparen!
 

Wie setzt sich Ihr Stromverbrauch zusammen?

Ein Drei-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus verbraucht jährlich im Schnitt 3.000 Kilowattstunden Strom. Ein Viertel davon geht allein auf das Konto von Fernseher, Radio, Computer, Smartphone und Co. Das liegt vor allem an der stetig wachsenden Zahl elektrischer Geräte im Haushalt und an deren längerer Nutzungsdauer. Kühl- und Gefriergeräte sowie Waschmaschine und Wäschetrockner bieten ebenfalls ein großes Einsparpotenzial. Hier zahlt sich vor allem der Einsatz verbrauchsarmer Geräte aus. Ob ein Gerät viel oder wenig Strom benötigt, erkennen Sie an der Energieeffizienzklasse.
 

Informationstechnik sowie TV und Audio: 27 %
Kühl- und Gefriergeräte: 17 %
Sonstiges: 16 %
Waschen und Trocknen: 13 %
Kochen: 11 %
Licht: 9 %
Spülen: 7 %

Die Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse ist eine europaweit vorgeschriebene Verbraucherinformation, die Geräte nach ihrem Energieverbrauch in Klassen einteilt, um sie einfach vergleichbar zu machen. Lange war „A“ die sparsamste Energieeffizienzklasse. Seit 2011 wurden drei neue Klassen eingeführt: die sparsamsten Geräte tragen „A+++“. „A“ ist somit oft nur noch Viertklassig. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen und Geschirrspülern dürfen sogar nur noch Geräte mit den Klassen A+ bis A+++ neu in den Handel gebracht werden, A+ ist hier die schlechteste Energieeffizienzklasse.
Auf Jahre hinaus werden in den Geschäften die alte und die neue Energieeffizienzklasse nebeneinander stehen: Der Handel darf Geräte, die er noch mit „alter“ Energieeffizienzklasse  im Verkaufsraum oder Lager stehen hat, ohne Zeitbeschränkung abverkaufen. Er muss die Geräte nicht umetikettieren. Achten Sie daher beim Kauf auf die angegebene Energieeffizienzklasse. Diese Geräte haben zwar etwas höhere Anschaffungskosten, sparen aber langfristig viel Energie und schonen so ihren Geldbeutel.
 

Tipps und Tricks zum Energiesparen von Ihren Stadtwerken

Die folgenden alltagstauglichen Tipps helfen Ihnen beim Energiesparen – zusammengestellt von den Stadtwerken Stuttgart und dem Caritasverband für Stuttgart e.V.. Die Broschüre dazu, auch in mehreren Sprachen verfügbar, finden Sie im Downloadbereich. Weitere Hinweise zum Thema „Energieeffizientes Handeln im Alltag“ finden Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Energie-Agentur (dena) oder in der Kategorie "Weitere Informationsangebote". Beim Klick auf die einzelnen Überschriften finden Sie alle Tipps zu den einzelnen Themen.
 

Beleuchtung

LEDs: effiziente Alleskönner
Ersetzen Sie Glühbirnen durch sogenannte Leuchtdioden, kurz LEDs – überall wo Licht durchgängig mehr als eine Stunde am Tag brennt. Dadurch können Sie ca. 80 % Energie einsparen. Wie energieeffizient eine Lampe ist, zeigt Ihnen das EU-Energielabel auf der Produktverpackung. LEDs erreichen mindestens die Energieeffizienzklasse A+.

Elektrokleingeräte

Benutzen Sie Toaster, Wasserkocher und Co.
Bei kleinen Kochtätigkeiten benötigen Sie keinen Herd oder Backofen. Toaster, Wasserkocher und Co. erledigen diese Aufgaben genauso gut und sparen noch jede Menge Strom. Wenn Sie die Brötchen auf dem Toaster statt im Ofen aufbacken, können Sie ca. 70 % Energie sparen. Ob Nudeln, Gemüse oder Kartoffeln: Heizen Sie das Wasser in einem Wasserkocher auf, bevor Sie es auf den Herd stellen. Dadurch lassen sich 40 % Strom sparen. Verzichten Sie bei kleinen Gerichten mit kurzer Garzeit auf den Einsatz energiehungriger Elektroherde und nutzen Sie zum Kochen lieber eine Mikrowelle. Schon 600 Watt Energie reichen aus, um Speisen schonend zuzubereiten – inklusive Tiefkühlwaren.

Geschirrspüler

Waschen Sie das Geschirr in der Maschine
Ihre Geschirrspülmaschine erledigt das Spülen günstig und hygienisch – mit ca. 1 kWh Strom und 10 Litern Wasser für 140 Geschirrteile. Wenn Sie das Geschirr von Hand waschen, benötigen Sie für die gleiche Menge ca. 2 kWh Strom und 40 Liter Wasser. Achten Sie auch beim Kauf eines Geschirrspülers auf die Energieeffizienzklasse, am besten „A +++“-Geräte nutzen. Spülmaschinen sollten Sie nur vollgefüllt betreiben, denn halbe Ladungen verbrauchen zu viel Strom und Wasser. Damit sparen Sie bis zu 20 % der Stromkosten der Spülmaschine.

Heizen und Lüften

Lüften Sie richtig
Optimal ist es, mehrmals am Tag für ca. 10 Minuten ein Querlüften oder Stoßlüften durchzuführen. Diese Maßnahme ist besonders im Winter wichtig, sonst droht Schimmelgefahr. Kippen Sie die Fenster nicht. Der Luftaustausch ist unzureichend und im Ergebnis verschwenden Sie nur Heizwärme.

Heizen Sie richtig
Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur in den unterschiedlichen Räumen. Auch hier gilt: Jeder Grad Absenkung der Raumtemperatur
spart ca. 6 % Energie. Senken Sie die Raumtemperatur bei längerer Abwesenheit in der Wohnung ab. Schließen Sie nachts Rollläden, Fensterläden und Vorhänge. Diese Maßnahme zahlt sich besonders bei Altbauten mit älteren Fenstern aus. Auch die Heizkörper sollten frei zugänglich sein.

Heizungspumpentausch

Wechseln Sie Ihre alte Heizungspumpe aus
Bei einer Zentralheizung ist  die Pumpe dafür zuständig, dass jeder Heizkörper im Haus mit warmem Wasser versorgt wird. Dass diese einer der größten Energieverschwender sein kann, ist vielen Eigenheimbesitzern nicht klar: Eine alte, ungeregelte Heizungspumpe verbraucht 170 bis 230 Euro pro Jahr, während eine Hocheffizienz-Pumpe nur 3 bis 10 Euro pro Jahr benötigt!

Kochen und Backen

Das Lieblingsgericht von Küchengeräten: Strom aus der Steckdose
Benutzen Sie beim Kochen Topfdeckel aus Glas, um häufiges Öffnen zu vermeiden. Dadurch lassen sich bis zu 50 % Energie beim Kochen sparen. Nutzen Sie beim Backen die Umlufthitze und verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens. Die Wunschtemperatur wird dadurch schneller erreicht, die Hitze im Garraum gleichmäßiger verteilt.

Kühl- und Gefrierschrank

Ein neuer verbraucht weniger und bringt mehr
Durch die Anschaffung eines neuen Kühlgerätes können Sie schnell sehr viel Geld sparen. Achten Sie dabei beim Neukauf auf die Energieeffizienzklasse. Mit einem Modell der Energieeffizienzklasse „A+++“ sparen Sie gegenüber einem „A++“-Gerät ca. 25 % und gegenüber einem „A+“-Gerät ca. 50 % Strom ein. Achten Sie auch auf die richtige Größe des Gerätes, denn nicht genutzter Raum verbraucht unnötige Energie und kostet Geld.

Achten Sie auf die richtige Temperatur
Achten Sie auf die richtige Temperatur in Kühlschrank (6–8 Grad) und Tiefkühltruhe (minus 18 Grad). 3 Grad kälter als benötigt bedeuten einen um 10 % erhöhten Stromverbrauch. Je kühler die Umgebungstemperatur, desto geringer der Stromverbrauch. Achten Sie daher darauf, dass der Kühlschrank keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und möglichst weit von Herd, Geschirrspüler
und Heizung entfernt steht.
 

Nur abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank
Stellen Sie nur abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach. Denn lauwarme Gerichte geben ihre Wärme direkt ins
Innere des Kühlschranks ab. Der Kühlschrank verbraucht dadurch etwa 20 % mehr Strom.

Unterhaltungselektronik und Computer

Nutzen Sie die Energiesparfunktion Ihres Computers
Die Energiesparfunktion sorgt dafür, dass nur dann Strom verbraucht wird, wenn auch mit dem Computer gearbeitet wird. So kann sich der
Stromverbrauch Ihres Computers deutlich reduzieren. Generell gilt: Netbooks und Laptops benötigen weniger Strom als feststehende PCs.

Schalten Sie Geräte im Stand-by-Modus ganz aus
Manche Fernseher, HiFi-Anlagen, Spielekonsolen etc. sind im Stand-by-Modus wahre Stromfresser – auch wenn sie keinen Ton von sich geben. Sie können bis zu 50 % Energie einsparen, wenn Sie die Geräte z. B. mit einer schaltbaren Steckerleiste ganz ausschalten.

LCD – statt Röhrenmonitor
Ersetzen Sie Ihren alten Röhrenmonitor gegen einen neuen LCD-Monitor.Diese verbrauchen bis zu 50 % weniger Strom und sind bereits für unter 100 Euro erhältlich.

Waschmaschine und Trockner

Setzen Sie Waschmaschine und Trockner richtig ein
Drei Viertel des Stroms benötigt die Waschmaschine zum Erwärmen des Wassers, die Mechanik (Schleudern und Drehen der Trommel) hat wenig Einfluss. Mit einer Verringerung der Waschtemperaturen lässt sich daher besonders viel Strom sparen. Normal bis leicht verschmutzte Wäsche wird auch schon bei niedrigen Temperaturen sauber. Kochwäsche ist mit modernen Waschmitteln nicht mehr nötig. Die Absenkung der Waschtemperatur von 95 auf 60 Grad spart 40 % Energie, von 90 auf 30 Grad sogar bis zu 80 %! Wichtig ist, die Trommel immer ganz zu befüllen. Hohe Temperaturen sind nur noch in Ausnahmefällen nötig, wenn besondere Hygiene wichtig ist. Beim Waschmittel sollte darauf geachtet werden, dass es für die entsprechende Temperatur geeignet ist und entsprechend der Bedienungsanleitung dosiert wird.

Trockner in den kalten Monaten nutzen
Auch der Trockner sollte immer ganz befüllt werden, dennoch sollten Sie die vom Hersteller empfohlene Höchstmenge nicht überschreiten! Wenn möglich, die Anzahl der Nutzungen reduzieren, z. B. indem man im Sommer die Wäsche auf der Leine trocknet. Vorwasch- und Schongänge sind nicht nötig für saubere Kleidung. Außerdem verbrauchen sie bis zu fünf Mal mehr Wasser und Energie.

Wassersparen

Kaufen Sie einen Sparduschkopf
Durch den Einsatz eines Sparduschkopfes reduzieren Sie die Menge an Wasser und die für die Erwärmung des Wassers benötigte Energie
um bis zu 50 %. Das Gleiche gilt übrigens auch für Strahlregler für Ihre Wasserhähne. Damit können Sie die Durchflussmenge kontrollieren
und können so ganz einfach bis zu 50 % Wasser sparen.

Weitere Informationsangebote

Nutzen Sie auch die Informationsangebote weiterer Energiesparpartner

• Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen
   www.energieagenturen.de
• BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
   www.bdew.de
• Caritasverband für Stuttgart - Aktion Stromcheck
   www.caritas-stuttgart.de
• co2online gemeinnützige GmbH
   www.co2online.de
• Deutscher Mieterbund
   www.mieterbund.de
• Energieberatungszentrum Stuttgart e.V.
   www.ebz-stuttgart.de
• Deutsche Energie-Agentur
   www.dena.de
• HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
   www.hea.de
• Landeshauptstadt Stuttgart - Amt für Umweltschutz
   www.stuttgart.de/energie
• Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
   www.um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/
• Öko-Institut e.V.
   www.oeko.de/ecotopten
• Verband kommunaler Unternehmen e.V.
   www.vku.de
• Verbraucherzentrale Energieberatung
   www.verbraucherzentrale-energieberatung.de
• Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.
   https://umwelt.bussgeldkatalog.org/strom-energie/