Wasserstoff erleben: Einladung zu Informationsveranstaltungen in der EnergiePlaza am 27. Mai und 08. Juni 2026
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Im Rahmen des Baustarts der Wasserstoff-Pipeline H2 GeNeSiS und des gleichzeitigen Stromnetzausbaus laden wir Sie herzlich zu öffentlichen Informationsveranstaltungen in die EnergiePlaza der Stadtwerke Stuttgart ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über die Hintergründe der Wasserstoff- und Stromnetzinfrastruktur und die Bedeutung für die regionale Energiewende zu informieren und direkt mit Expertinnen und Expterten ins Gespräch zu kommen.
Wann:
Mittwoch, 27.05.2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Montag, 08.06.2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Wo:
EnergiePlaza der Stadtwerke Stuttgart, Kesselstraße 23, 70327 Stuttgart-Wangen
Anmeldefristen:
Veranstaltung am 27.05.: Anmeldung bis 25.05.2026
Veranstaltung am 08.06.: Anmeldung bis 04.06.2026
Nach einer kurzen Begrüßung erhalten Sie spannende Einblicke in das Projekt H2 GeNeSiS und die Rolle von Wasserstoff in der zukünftigen Energieversorgung. Ebenso wird der parallele Ausbau des Stromnetzes thematisiert. Im Anschluss gibt es Gelegenheit für Fragen, Austausch und persönliche Gespräche mit den Fachleuten vor Ort.
Wir laden Sie herzlich ein, Teil dieser Informationsveranstaltung zu sein und freuen uns auf Ihr Interesse und Ihren Besuch.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig über das Anmeldeformular an.
Mehr über unser gesamtes Wasserstoffprojekt erfahren
Erhalten Sie tiefere Einblicke in unser Wasserstoffprojekt auf unserer umfassenden Projektseite. Verfolgen Sie, wie wir zukünftig die Region Stuttgart nachhaltig mit grünem Wasserstoff versorgen.
Häufig gestellte Fragen
Sie haben Fragen zum Wasserstoffprojekt? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf einen Blick. In unserem FAQ-Bereich haben wir die häufigsten Fragen, Leistungen und Details übersichtlich für Sie zusammengestellt. So erhalten Sie schnell und unkompliziert die Informationen, die Sie benötigen. Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren – wir helfen Ihnen gerne weiter.
Was ist Wasserstoff?
Was ist Wasserstoff?
Wasserstoff ist ein natürliches chemisches Element mit dem Elementsymbol H. Er kommt überall in der Natur vor, allerdings meist in gebundener Form, wie beispielsweise im Wasser, das aus zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom besteht.
Für bestimmte Anwendungen wie die Stahlherstellung oder Ammoniakproduktion wird Wasserstoff in reiner Form benötigt. Dazu müssen chemische Verbindungen aufgespalten werden, wofür Energie eingesetzt wird. Der gewonnene reine Wasserstoff kann anschließend als hochverdichtetes Gas oder in flüssiger Form gespeichert werden.
Je nach Herstellungsverfahren wird zwischen grünem, blauem oder grauem Wasserstoff unterschieden.
Was ist grüner Wasserstoff?
Grüner Wasserstoff wird klimaneutral hergestellt und ist damit auch bei der Nutzung umweltfreundlich. Bei der Produktion wird Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der dafür eingesetzte Strom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie, sodass während der gesamten Herstellung keine CO2-Emissionen entstehen.
Was ist blauer Wasserstoff?
Blauer Wasserstoff wird durch Dampfreformierung von Erdgas gewonnen. Dabei entsteht CO2, das unterirdisch gespeichert wird. Dieses Verfahren ist industriell weit verbreitet, da Wasserstoff auf diese Weise vergleichsweise kostengünstig hergestellt werden kann. Erdgas (Methan) wird dabei in Wasserstoff und CO2 gespalten.
Was ist grauer Wasserstoff?
Grauer Wasserstoff wird ebenfalls aus Erdgas (Methan) gewonnen, allerdings wird das entstehende CO2 ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben. Pro Tonne hergestellten grauen Wasserstoffs entstehen rund 10 t CO2. Die Produktion von grauem Wasserstoff ist somit energieintensiv und klimaschädlich.
Ist grüner Wasserstoff umweltfreundlich?
Ja. Grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist klimaneutral. Lediglich bei der Herstellung der Anlagen und beim Transport können geringe Emissionen entstehen.
Damit Wasserstoff als „grün“ gehandelt und entsprechend zertifiziert werden darf, muss sowohl der bei der Elektrolyse eingesetzte Strom als auch der per Pipeline bezogene Wasserstoff internationalen Zertifizierungsanforderungen entsprechen.
Ist grüner Wasserstoff sicher?
Wasserstoff wird seit über 100 Jahren in großen Mengen sicher produziert, transportiert und genutzt. Wie jedes Brenngas ist er entflammbar und muss daher fachgerecht gehandhabt werden.
Die Sicherheit wird durch international gültige Vorschriften gewährleistet und von anerkannten Prüfeinrichtungen wie dem TÜV überwacht. Alle Anlagen zur Herstellung, zum Transport und zur Nutzung unterliegen strengen Genehmigungsverfahren und regelmäßigen Kontrollen. Auch Brennstoffzellenfahrzeuge durchlaufen vor der Zulassung umfangreiche Sicherheitsprüfungen.
Wie wettbewerbsfähig ist grüner Wasserstoff im Vergleich zu fossilen Brennstoffen?
Grüner Wasserstoff ist heute noch teurer als fossile Energieträger, bietet aber erhebliche Umweltvorteile.
Die Klimapolitik der Bundesregierung sowie regulative Maßnahmen wie die CO2-Steuer verteuern fossile Energien zunehmend. Gleichzeitig entstehen Märkte für grünen Wasserstoff, wodurch Kosten für Technologien wie Elektrolyseure sinken.
Der Import von grünem Wasserstoff aus Regionen mit günstigen Produktionsbedingungen und Transport per Pipeline werden die Bezugskosten weiter senken. Mittelfristig wird grüner Wasserstoff somit auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig.
Wo kann grüner Wasserstoff verwendet werden?
Grüner Wasserstoff ist vielseitig einsetzbar in Strom, Wärme und Mobilität. So entstehen positive Synergieeffekte und Kostenvorteile. Anwendungsbeispiele sind unter anderem:
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Treibstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge: Grüner Wasserstoff kann direkt als emissionsfreier Treibstoff in Brennstoffzellen genutzt werden. Besonders vorteilhaft ist er für Busse, Lkw und Schiffe, da er hohe Reichweiten ermöglicht, kurze Betankungszeiten bietet und so eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen schafft.
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Speicherung von überschüssigem grünem Strom: Grüner Wasserstoff ermöglicht es, überschüssige Energie aus Wind- oder Solarkraft zu speichern und später entweder für industrielle Prozesse oder zur Rückverstromung zu nutzen.
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Transport großer Energiemengen: Grüner Wasserstoff ermöglicht den effizienten Transport von Energie über weite Strecken, wie zum Beispiel durch speziell ausgelegte Pipelines mit hoher Kapazität.
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Klimaneutraler Rohstoff für die Industrie: Grüner Wasserstoff kann als Ersatz für fossile Brennstoffe in industriellen Produktionsprozessen dienen, etwa bei der Stahlherstellung oder in der chemischen Industrie und trägt so zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.
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Strom- und Wärmeerzeugung: Grüner Wasserstoff lässt sich direkt in Kraftwerken oder Brennstoffzellenheizsystemen zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzen, wodurch eine flexible und emissionsarme Energieversorgung möglich wird.
Wie wird grüner Wasserstoff bereitgestellt und eingesetzt?
Der grüne Wasserstoff aus dem Stuttgarter Hafen wird entweder in die Pipeline eingespeist oder per Trailer zu Einsatzorten geliefert. Da die regional verfügbaren erneuerbaren Energien begrenzt sind, werden langfristig, unterstützt von Bund und Land, Importe aus Regionen mit guten Produktionsbedingungen erforderlich sein.
Der Wasserstoff wird vor allem für Brennstoffzellenbusse, den Schwerlastverkehr, die Strom- und Wärmeerzeugung sowie industrielle Prozesse eingesetzt. Viele Unternehmen in der Region sind interessiert an der Nutzung, weil sie nach Klimaschutzvorgaben Emissionen stark reduzieren müssen und grüner Wasserstoff dabei hilft, die Wettbewerbsfähigkeit der Region Stuttgart zu sichern.
Wie funktioniert Sektorenkopplung?
Sektorenkopplung bedeutet, dass die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander verknüpft werden, damit erneuerbare Energien überall genutzt werden können.
Strom aus Wind und Solarkraft steht nicht immer genau dann und in der Menge zur Verfügung, in der er gebraucht wird – manchmal gibt es zu viel, manchmal zu wenig. Ohne Ausgleich müssten Anlagen bei Überschuss abgeregelt oder bei Flaute fossile Kraftwerke einspringen.
Sektorenkopplung nutzt diese Schwankungen intelligent: Überschüssiger Ökostrom wird in Wasserstoff umgewandelt (Power-to-Gas) und gespeichert. Dieser kann später wieder eingesetzt werden, wie zum Beispiel an windstillen oder dunklen Tagen. So werden fossile Kraftwerke Schritt für Schritt verdrängt, die Versorgung stabilisiert und Preise besser planbar.
Was ist der Green Hydrogen Hub?
Der Green Hydrogen Hub ist das Herzstück des Wasserstoffprojekts. Hier entsteht zukünftig grüner, hochreiner Wasserstoff für Industrie sowie Brennstoffzellenbusse und -Lkw in der Region Stuttgart.
Damit der Wasserstoff flexibel dorthin gelangt, wo er gebraucht wird, wird eine Trailerstation eingerichtet. Der Wasserstoff kann in Trailer abgefüllt und unabhängig von der Pipeline per Lkw innerhalb eines Umkreises von bis zu 50 km geliefert werden. Umgekehrt kann bei Bedarf Wasserstoff angeliefert und in die Pipeline eingespeist werden.
Vor Ort entstehen außerdem ein Betriebsgebäude zur Steuerung der Anlage und ein Besucherzentrum, in dem das Projekt auch in einer virtuellen 3D-Umgebung erkundet werden kann.
Was ist das Projekt H2 GeNeSis?
H2 GeNeSiS ist ein Projekt zum Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft in der Region Stuttgart. Geplant ist eine rund sieben km lange Wasserstoffpipeline zwischen Stuttgart-Gaisburg und Esslingen, die die Herstellungs- und Nutzungsseite von Wasserstoff miteinander verbindet und als Marktplatz für den Handel dient. Die Pipeline wird unterirdisch entlang des Neckars verlegt und somit besonders sicher.
Die im Stuttgarter Hafengebiet entstehende Elektrolyseanlage wird direkt an die Pipeline angebunden. Ab Ende 2026 wird mithilfe von Ökostrom klimaneutraler Wasserstoff produziert und in die Pipeline eingespeist. Der Flächenbedarf der Anlage ist gering; die Herstellung erfolgt im industriellen Umfeld der Hafenanlage.
Was ist das Projekt HyPulseST?
HyPulseST ist ein Teil des Wasserstoffprojekts und umfasst mehrere Komponenten, die speziell die beiden Sektoren Wärme und Mobilität adressieren, also die Anwendungsseite für grünen Wasserstoff.
Eine Komponente ist eine eigene Wasserstoff-Tankstelle für Pkw, Busse und Lkw, die ebenfalls an die H2 GeNeSiS-Pipeline angeschlossen wird. Außerdem entsteht am Hub ein Blockheizkraftwerk, das den Wasserstoff, der beim Anfahren der Anlage erzeugt wird, effizient für Strom- und Wärmeerzeugung nutzt. Dieser Anfahr-Wasserstoff erfüllt nicht die hohen Reinheitskriterien für den Pipeline-Transport und würde ohne diese Verwendung sonst ungenutzt bleiben. Um die Versorgung zu sichern, wird im Rahmen des Projekts ein dritter Elektrolyseur installiert.
Wie werden Öffentlichkeit, Anwohnerinnen, Anwohner, Kommunen und die Wirtschaft beim Wasserstoffprojekt eingebunden?
Es ist uns wichtig, die Bürgerinnen und Bürger am Entstehen des Wasserstoffprojekts teilhaben zu lassen. Neben den Informationen auf dieser Website fanden ebenso Informationsveranstaltungen in den Anrainerbezirken der Pipeline, am Hub-Standort sowie in der EnergiePlaza statt. Darüber hinaus waren wir mit Infoständen auf regionalen Märkten vertreten und unser Info-Container begleitet die Pipeline-Baustelle vor Ort.
Wie die Erzeugungsanlage mit Logistik aussehen wird, können Sie in dieser AR-Anwendung erleben. Der Hafen-Standort, der direkt vor Ort digitale Eiblicke ermöglicht, befindet sich am Bauzaun, Mittelkai 24, in Stuttgart-Wangen.
Wir sind für Sie da
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