SWS starten Dialog zu geplantem Wärmenetz in Feuerbach

Bürgerinnen und Bürger können die Planungen bereits in einer frühen Phase mitgestalten – Unverbindliche Teilnahme im Internet möglich

Stuttgart – Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) starten die ersten Voruntersuchungen für ein mögliches neues Wärmenetz in Stuttgart-Feuerbach. Noch befinden sich die Überlegungen in einer sehr frühen Phase. Umso wichtiger ist es den Stadtwerken, rechtzeitig mit Eigentümerinnen und Eigentümern, Unternehmen sowie weiteren Interessierten in den Dialog zu treten und das potenzielle Interesse an einem Anschluss für ein Wärmenetz zu ermitteln. Dazu werden in den kommenden Wochen Informationsblätter im infrage kommenden Netzgebiet verteilt. Ziel ist es, die Menschen vor Ort frühzeitig über das Vorhaben zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Anschlussbereitschaft unverbindlich zu bekunden. Diese Rückmeldungen bilden eine zentrale Basis für die fortlaufende Planung. Ein Wärmenetz ist ein Infrastrukturprojekt mit langfristiger Perspektive. Deshalb binden die SWS die Menschen in Feuerbach von Beginn an ein und informieren kontinuierlich über die Entwicklung des Projektes. Je früher die Bedürfnisse und Erwartungen der Eigentümerinnen und Eigentümer bekannt sind, desto fundierter können die nächsten Planungsschritte erfolgen.

Luft-Wasser-Wärmepumpen und Nutzung von Biomasse vorgesehen

Der mögliche Ausbau des Wärmenetzes ist nach aktuellem Stand für den Zeitraum zwischen 2030 und 2035 vorgesehen. Angedacht ist ein Wärmenetz, das künftig zahlreiche Wohn- und Gewerbegebäude mit regenerativer Wärme versorgen und so die Beheizung sowie die Warmwasserbereitung ermöglichen kann. Die Wärme wird dabei in einer Energiezentrale in Stuttgart-Feuerbach erzeugt und über ein unterirdisches Leitungsnetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Für die zukünftige Wärmeerzeugung planen die Stadtwerke Stuttgart einen hohen Anteil erneuerbarer Energien. Vorgesehen ist insbesondere der Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie die Nutzung von Biomasse. Damit könnte das Wärmenetz einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung im Stadtbezirk leisten. Gleichzeitig soll die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet bleiben. Das Konzept eignet sich explizit für Bestandsgebäude. Für Eigentümerinnen und Eigentümer kann ein Anschluss zudem den Aufwand für den Betrieb und die Erneuerung eigener Heizungsanlagen verringern, da die Wärmeerzeugung zentral erfolgt. Die Stadtwerke Stuttgart unterstützen bei der Koordination der notwendigen Umbauarbeiten.

Jetzt die Zukunft der Wärmeversorgung mitgestalten

In den nächsten Monaten steht zunächst der Austausch mit den Menschen vor Ort im Mittelpunkt. Die verteilten Informationsflyer ermöglichen eine unverbindliche Prüfung der Verfügbarkeit eines Wärmenetzanschlusses per Online-Abfrage. Die Umfrage ist im Internet abrufbar unter www.stadtwerke-stuttgart.de/privatkunden/waerme/waermenetze/feuerbach/kontakt/. Am 11. Oktober 2026 können sich Interessierte ab 10 Uhr beim Tag der offenen Tür der Sportvereinigung Feuerbach direkt am SWS-Infostand über das Vorhaben informieren.

Auf Basis der gesammelten Daten werden die SWS die weiteren technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen vorantreiben. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern soll geprüft werden, wie ein Wärmenetz einen nachhaltigen Beitrag zur Wärmewende im Stadtbezirk leisten kann.

Grafik 1: Das mögliche Wärmenetzgebiet in Stuttgart-Feuerbach könnte in etwa von der Bludenzer Straße im Osten bis zum Triebweg im Westen reichen und vom Hattenbühl im Norden bis zur Wildensteinstraße im Süden verlaufen. (Grafik: Stadtwerke Stuttgart)

Grafik 2: Einfach QR-Code mit der Kamera des mobilen Endgeräts scannen und schon startet die Prüfung zur Verfügbarkeit eines Wärmenetzanschlusses in Stuttgart-Feuerbach.